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unerfüllter Kinderwunsch/vorzeitige Wechseljahre
| Thema: unerfüllter Kinderwunsch/vorzeitige Wechseljahre | ||
| lanciano | 05.09.2007 um 16.25 | antworten und zitieren | |
| Beitrag #1 | Gibt es die Möglichkeit einer kiwu-Behandlung mit TCM? Probleme sind vorzeitige Wechseljahre sowie sehr schlechtes Spermiogramm. Wir sind seit 7 Jahren in schulmedizinischer Behandlung und haben so ziemlich alles versucht. nachdem jetzt meine Hormone schlapp machen, kann die Schulmedizin nichts mehr für uns tun. Vielen Dank für Erfahrungsberichte oder Tipps! | |
| guanjia | 07.09.2007 um 17.14 | antworten und zitieren | |
| Beitrag #2 | Hallo, Probleme mit der Fruchtbarkeit sind meist auf die Niere und deren Funktionen : Qi und Jing zurückzuführen. Es gib in der TCM sowohl für Männer als auch für Frauen entsprechende Tonika, welche gerade bei Unfruchtbarkeit sehr förderlich sind. Da es sich bei der Unfruchtbarkeit aber meist um eine langjährige Problematik handelt, ist eine Behandlung von min. 3-4 Monaten einzurechnen, bei der neben den Tonika und evtl. Kräutern auch eine strenge Diätetik eingehalten werden muss. | |
| lanciano | 08.09.2007 um 07.06 | antworten und zitieren | |
| Beitrag #3 | Vielen Dank für die Info. Das macht auf jeden Fall Hoffnung. Die Behandlungszeit macht uns sicher keine Probleme, nach 7 Jahren hat man gelernt, geduldig zu sein. ;-) Bei meinem Mann wurde vor kurzer Zeit bei einem Routine-Ultraschall eine kleine Zyste an der Niere festgestellt, die allerdings völling harmlos sein soll und was auch viele Menschen haben sollen, ohne es zu wissen. Wie kann denn diese Diät zur Fruchtbarkeitsbehandlung aussehen? Viele Grüße Lanciano | |
| guanjia | 08.09.2007 um 17.18 | antworten und zitieren | |
| Beitrag #4 | Die Zyste ist in jedem Fall ein weiteres Anzeichen einer Niererkrankung. Es ist immer ratsam eine solche Verfestigung im Körper als ein Zeichen zu sehen. Natürlich ist eine Zyste nie, denn sonst, würde man Sie nicht behandeln. Eine Diät ist wie eine Kräutermischung abgestimmt auf den Patienten. Meist ist eine Unterfunktion von Niere/ Blase vorhanden, welche mit Kräutern "gewärmt" wird. Es gibt in der Literatur ein gutes Buch für das Nachschlagen von Lebensmitteln : Kategorisierung der Nahrungsmittel" oder so ähnlich. Ist im ML Verlag rausgekommen vor ein paar Jahren. Ohne richtige Kräuter-Behandlung ist die Dietätik nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich kenne einen HP, der hatte schon Patienten mit Fruchtlosigkeit bzw. Wechseljahre-Problematiken bei jungen Frauen. Es MUSS eine vernünftige Diagnose gemacht werden! Das ist das A und O ! Ohne diese kann auch keine Kräutermischung gemacht werden und keine anderen Arzneien verordnet werden. Haben Sie in Ihrer Nähe einen TCM-Therapeuten? | |
| lanciano | 08.09.2007 um 18.22 | antworten und zitieren | |
| Beitrag #5 | Nochmals vielen Dank für die ausführliche Info. Ja, wir waren bereits bei einer therapeutin die ua auf kiwu-behandlung spezialisiert ist. Die erste portion kräuter haben wir erhalten und werden mit der therapie auf jeden fall beginnen. Ich hoffe, mein mann hält auch durch, ihm ist die behandlung etwas fremd und weiss nicht, was er wirklich davon halten soll. aber nachdem uns die schulmedizin aufgegeben hat, ergreift er die behandlung als letzte chance und er zieht sie hoffenltich mit mir zusammen durch. deshalb bin ich auch auf der suche nach möglichst viel info und wenn möglich auch erfahrungsberichten und bin sehr froh, dass ich dieses forum gefunden habe. auf jeden fall werden wir der therapeutin noch die info mit der nierensyste geben. Einen wirklichen diätplan haben wir noch nicht, aber wir hatten auch erst ein gespräch. Danke auch für den buchtipp! | |
| lanciano | 28.11.2007 um 10.41 | antworten und zitieren | |
| Beitrag #6 | Für alle mit einem ähnlichen Problem würde ich gerne einen Zwischenbericht abgeben: Wir sind jetzt seit 3 Monaten in Behandlung und trinken fleißig unsere Kräuter und halten Diät. Erfreulich war beim heutigen Termin, dass sich bei mir schon viel gebessert hat, u.a. hat sich mein Zyklus auf 25 - 28 Tage eingependelt (insgesamt 4 Zyklen seit Behandlungsbeginn). Die Jahre zuvor waren meine Zyklen mit 21 Tagen einfach zu kurz. Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen usw. habe ich nicht mehr. Leider hat sich bei den Spermien noch keine Verbesserung ergeben, es war allerdings von Anfang an klar, dass dies längere Zeit dauern würde. Wir bleiben auf jeden Fall beide dran und ich werde berichten, falls es Veränderungen gibt. | |
| lütti | 18.05.2008 um 19.57 | antworten und zitieren | |
| Beitrag #7 | Hallo! Per Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen. Mich würde sehr der "Zwischenstand" nach (?) der Diät und der Einnahme interessieren. Wir sind auch ein Kiwu-paar und können sehr gut verstehen, was Sie alles durchgemacht haben. Gern auch per PN Viele Grüße Lütti | |
| lanciano | 20.01.2009 um 14.31 | antworten und zitieren | |
| Beitrag #8 | Wir sind nach wie vor in TCM-Behandlung. Unsere HP sieht eine wesentliche Besserung. Ich messe deshalb seit Dezember Basal-Temperatur und habe laut Temperaturkurve 3 Eisprünge in Folge gehabt. Ein Spermiogramm haben wir noch nicht erstellen lassen. | |
| Guery | 01.02.2011 um 11.41 | antworten und zitieren | |
| Beitrag #9 | Hallo Leute! Was ist eine reduzierte Eizellreserve? Jede Frau wird mit einer bestimmten Anzahl von Eizellen geboren, die in den Eierstöcken gelagert sind. Mit Einsetzen der Pubertät gehen jeden Monat mehrere Eizellen verloren, auch wenn normalerweise pro Zyklus nur eine Eizelle zur Reife gelangt. Im Gegensatz zu Männern, bei denen die Spermien aus Stammzellen das ganze Leben lang neu gebildet werden, kann sich die Eierstockreserve bei Frauen nicht regenerieren. Irgendwann sind alle Eizellen aufgebraucht und die Menstruationszyklen hören auf. Diesen Zustand nennt man Menopause. Normalerweise kommt eine gesunde Frau mit 50 – 55 Jahren in die Menopause. Die reduzierte Eizellreserve kann sich jedoch schon etwa zehn Jahre vorher bemerkbar machen. Die Menstruationszyklen werden kürzer und unregelmässiger. Auch die Blutungsdauer und Intensität verändert sich. Es tritt eine Reihe von hormonellen Veränderungen ein, die eine spontane Schwangerschaft schwierig machen können. Eine reduzierte Eizellreserve kann aber auch schon bei jüngeren Frauen vorliegen. Man spricht dann von einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz. Dies kann viele verschiedene Ursachen haben, von denen die meisten noch nicht vollständig geklärt sind. Frauen mit Kinderwunsch und einer reduzierten Eizellreserve sind meist sehr schwierig zu behandeln, weil die Eierstöcke nicht mehr so gut auf eine Hormonstimulation reagieren. Es gibt in Europa nur sehr wenige Zentren, die Erfahrung mit der Behandlung von Frauen mit reduzierter Eizellreserve haben. Man unterscheidet vier verschiedene Stadien der Ovarialinsuffizienz, von denen jede eine andere Behandlung erfordert. Im ersten Stadium der Ovarialinsuffizienz hat die Frau noch regelmässige, normal lange Zyklen. Man erkennt die beginnende Ovarialinsuffizienz jedoch daran, dass der FSH-Wert zu Beginn des Menstruationszyklus erhöht ist. Auch der AMH-Wert ist meist schon erniedrigt. FSH und AMH sind wichtige hormonelle Marker zur Bestimmung der Eizellreserve. Frauen in diesem Stadium der Ovarialinsuffizienz werden meist mit sehr hohen Hormondosen stimuliert, um trotz der müden Eierstöcke noch eine ausreichende Anzahl Eizellen für eine IVF Behandlung zu gewinnen. Neue Studien haben aber gezeigt, dass dies genau der falsche Weg ist. Aus Gründen, die noch nicht ausreichend erklärt sind, reagieren die Eizellen von Frauen mit Ovarialinsuffizienz besonders empfindlich auf eine starke Hormonstimulation. Sie sind anschliessend meist von geringer Qualität und führen selten zu einer Schwangerschaft. Frauen in diesem Stadium der Ovarialinsuffizienz profitieren eher von einer extrem milden Stimulation oder einer Natural Cycle IVF Behandlung. Im zweiten Stadium der Ovarialinsuffizienz hat die Frau verkürzte Zyklen von weniger als 25 Tagen. Der FSH-Wert zu Beginn des Zyklus ist jedoch meist normal, obwohl der AMH-Wert erniedrigt ist. Bei diesen Frauen ist der Zyklus verkürzt, weil der Follikel schon im vorhergehenden Zyklus anfängt zu wachsen. Wenn die Menstruationsblutung einsetzt, sind es nur noch wenige Tage bis zum Eisprung. Die Gebärmutterschleimhaut ist nach so kurzer Zeit jedoch noch nicht bereit eine Schwangerschaft aufzunehmen. Der Grund für diese Verschiebung des Zyklus ist wahrscheinlich der Wegfall eines hemmenden Hormons aus den Eierstöcken bei Frauen mit geringer Eizellreserve. Es ist möglich diesen Zustand mit einfachen Mitteln medikamentös zu beheben und anschliessend eine Natural Cycle IVF Behandlung oder eine sehr milde Stimulationsbehandlung durchzuführen. Wenn diese Zyklusverschiebung die einzige Ursache für die Sterilität war, ist nach einer Behandlung sogar der Eintritt einer spontanen Schwangerschaft möglich. Auch im dritten Stadium der Ovarialinsuffizienz sind die Menstruationszyklen auf weniger als 25 Tage verkürzt. Hier ist der FSH-Wert zu Beginn des Zyklus erhöht und der AMH-Wert erniedrigt. Der Follikel fängt ganz normal zu Beginn des Zyklus an zu wachsen, gelangt aber nicht zur Reife. Der Eisprung findet in diesem Stadium der Ovarialinsuffizienz mit unreifen, zu kleinen Follikeln statt. Die Eizellen, die aus diesen unreifen Follikeln springen sind qualitativ sehr schlecht und führen nur selten zu einer Schwangerschaft. Auch hier ist der Grund wahrscheinlich der Wegfall eines hemmenden Hormons aus den Eierstöcken. Dieser Zustand kann ebenfalls mit einfachen Mitteln medikamentös behandelt werden, um anschliessend eine Natural Cycle IVF Behandlung durchzuführen. Eine Stimulationsbehandlung ist in diesem Stadium der Ovarialinsuffizienz nicht mehr möglich. Auch hier kann nach der medikamentösen Behandlung eine spontane Schwangerschaft eintreten, wenn die Follikelreifungsstörung die einzige Ursache der Sterilität war. Im vierten Stadium der Ovarialinsuffizienz werden die Menstruationszyklen lang und sehr unregelmässig. Es kommt nur noch sporadisch zu einem Follikelwachstum und zu einem Eisprung. Der FSH-Wert ist fast durchgehend sehr hoch und der AMH-Wert meist nicht mehr nachweisbar. Dies ist das letzte Stadium vor der Menopause. Die Eizellen, die unter diesen Bedingungen natürlicherweise noch entstehen können sind qualitativ meist schlecht und führen zu keiner spontanen Schwangerschaft mehr. Es ist jedoch auch in diesem Stadium noch möglich durch eine medikamentöse Behandlung und Natural Cycle IVF eine Schwangerschaft zu erzielen, vor Allem wenn die Patientin noch relativ jung ist. AMH-Wert: Dieser Wert gibt einen Überblick über den allgemeinen Zustand der Eierstöcke. Ein einmalig gemessener, niedriger AMH-Wert hat überhaupt keine Aussagekraft! Er kann innerhalb von wenigen Monaten sehr stark schwanken und verändert sich bei Pilleneinnahme und nach Hormonstimulation. Mehr über das Thema Vorzeitige Wechseljahre und Kinderwunsch findet ihr bei Facebook. Werdet Freunde mit "Vorzeitige Wechseljahre" und haltet Euch auf dem Laufenden. Liebe Grüße, Guery | |
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